Warum diese Seite anders rechnet als andere
Bei den meisten Anbietern kostet Femto-LASIK mehr als eine Oberflächenbehandlung. Das heißt: Jede Empfehlung für Femto-LASIK ist dort auch eine Umsatzentscheidung. Bei uns kosten beide Verfahren ab 950 € pro Auge. Damit fällt der finanzielle Anreiz weg, in eine Richtung zu beraten.
So arbeiten auch die Kliniken, die in der refraktiven Chirurgie den Ton angeben: Sie haben kein Hausverfahren, sondern messen zuerst und entscheiden dann. Ein Anbieter, der pauschal „wir machen immer X“ sagt, beschreibt seine Ausstattung, nicht Deine Augen.
Der Unterschied liegt in der Hornhaut
Die Hornhaut ist rund 500 bis 550 μm dick und besteht aus mehreren Schichten. Ganz außen liegt das Epithel – eine dünne Deckschicht, die sich von selbst erneuert. Darunter folgt das Stroma, die tragende Schicht, in der die eigentliche Korrektur stattfindet. Beide Verfahren modellieren dasselbe Stroma mit demselben Excimerlaser. Sie unterscheiden sich nur im Weg dorthin.
Trans-PRK
Oberflächenbehandlung, ohne Flap
- Der Laser trägt das Epithel berührungslos ab und modelliert anschließend das Stroma.
- Das Epithel wächst innerhalb weniger Tage unter einer Verbandslinse nach.
- Es entsteht keine bleibende Schnittkante in der Hornhaut.
- Weniger Gewebe wird „verbraucht“ – ein Vorteil bei dünnerer Hornhaut.
Femto-LASIK
Flap-Verfahren
- Der SCHWIND ATOS legt eine dünne Hornhautlamelle (Flap) an, die aufgeklappt wird.
- Der Excimerlaser arbeitet darunter, danach wird der Flap zurückgelegt.
- Die Deckschicht bleibt intakt – deshalb heilt es schneller und schmerzärmer.
- Der Flap bleibt dauerhaft eine Struktur in der Hornhaut.
Die KRC nennt für Femto-LASIK eine Mindest-Hornhautdicke von 480 μm, und unter dem Flap müssen dauerhaft mindestens 250 μm Stroma stehen bleiben – auch nach einer späteren Nachkorrektur. Weil die Oberflächenbehandlung keinen Flap benötigt, bleibt dort mehr Reserve.
Der direkte Vergleich
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| Kriterium | Trans-PRKab 950 € pro Auge | Femto-LASIKab 950 € pro Auge |
|---|---|---|
| Beschwerden danach | TageIn den ersten Tagen mäßige Beschwerden, in Ausnahmefällen stärkere Schmerzen. | StundenIn den ersten Stunden mäßige Beschwerden, danach meist beschwerdefrei. |
| Wann Du wieder gut siehst | Sehvermögen über mehrere Tage reduziert, volle Schärfe entwickelt sich über Wochen. | Sehvermögen nur wenige Stunden reduziert, meist nach etwa 48 Stunden alltagstauglich. |
| Wundheilung | Das Epithel wächst unter einer Verbandslinse in wenigen Tagen nach. | Der Flap liegt sofort wieder an und dient als körpereigener Verband. |
| Verfahrensspezifisches Risiko | Oberflächliche Hornhautnarbe (Haze) möglich. | Beim Schneiden der Lamelle selten Epithelablösungen, Schnittfehler oder Fältelung. |
| Gemeinsame Nebenwirkungen | Vorübergehend trockene Augen, Halos und Schattenbilder bei Dämmerung – besonders bei weiter Pupille –, sowie eine mögliche teilweise Rückbildung des Ergebnisses. | |
| Kurzsichtigkeit (KRC-Anwendungsbereich) | bis −6 dpt | mehr Spielraumbis −8 dpt |
| Weitsichtigkeit | nicht geeignetKein Anwendungsbereich laut KRC. | bis +3 dpt |
| Hornhautverkrümmung | bis 5 dpt | bis 5 dpt |
| Dünne Hornhaut | VorteilBenötigt keinen Flap, dadurch mehr Gewebereserve. | Mindestens 480 μm, Reststroma unter dem Flap mindestens 250 μm. |
| Kontakt- und Kampfsport | VorteilKeine Flap-Struktur, die durch einen Schlag beeinträchtigt werden kann. | Der Flap bleibt dauerhaft angelegt. |
| Zeitbedarf im Alltag | Mehrere Tage einplanen. | VorteilMeist nach zwei Tagen wieder arbeitsfähig. |
Angaben zu Anwendungsbereichen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen nach den KRC-Empfehlungen der DOG und des BVA, Stand Mai 2024. Die Grenzwerte im Detail
Für wen sich welches Verfahren eignet
✓Trans-PRK passt eher, wenn …
- Deine Hornhaut dünner ist oder die Topografie wenig Reserve lässt
- Du Kampfsport, Ballsport oder einen Beruf mit Schlagrisiko ausübst
- Deine Kurzsichtigkeit im Bereich bis −6 dpt liegt
- Du mehrere Tage Erholung einplanen kannst
- Du keine bleibende Flap-Struktur in der Hornhaut möchtest
✓Femto-LASIK passt eher, wenn …
- Deine Kurzsichtigkeit zwischen −6 und −8 dpt liegt
- Du weitsichtig bist – Trans-PRK kommt dafür nicht infrage
- Du schnell wieder arbeitsfähig sein musst
- Deine Hornhaut ausreichend dick ist
- Du möglichst wenig Beschwerden nach dem Eingriff möchtest
Was das in der Praxis heißt
Die Entscheidung fällt nicht im Beratungsgespräch, sondern nach der Messung. In der Voruntersuchung bestimmen wir Hornhautdicke und -topografie, Pupillengröße und Deine exakten Werte. Erst danach sagen wir Dir, welches Verfahren für Dich infrage kommt – und ob überhaupt eines infrage kommt. Liegst Du außerhalb des KRC-Anwendungsbereichs, sagen wir auch das.
Welches Verfahren passt zu Deinen Augen?
Fünf Fragen zu Alter, Dioptrien und Vorgeschichte geben Dir eine erste Einschätzung. Die verbindliche Antwort liefert die Voruntersuchung.

